Kirche

Die Kirche Sankt Anna, Filialkirche von Sulzbach, ist eine Chorturmkirche mit einem Langhaus aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde 1713 mit der Bau des Kirchenschiffes als evangelische Filialkirche der Sulzbacher Kirche nachempfunden. Der Ostbau und Chor, der als Wehrturm genutzt wurde, stammen in ihrer Anlage aus dem Mittelalter, wohl dem 14.Jahrhundert. Ebenso das krippenlose Kreuzgewölbe über der Sakristei und der spitzbogige Triumphbogen zum Langhaus. Das Langhaus und die dazugehörigen Türen wurden erst später gebaut. Über dem Nordportal aber steht die Jahreszahl 1773. Unter den mittleren Fenstern der Südseite ist eine weitere Tür. Über ihr  sind unter Blumenornamenten die drei Buchstaben  S.D.G. ( Soli Deo Gloria) in Stein erhaben zu lesen.

Der aus Schiefer verkleidete Turm trägt zwei vergoldete Knöpfe mit aufgesetzten Wetterfahnen, einer Bronzeuhrglocke mit Überdachung, einer Wetterrose und einem vergoldeten Kreuz.

Eine hölzerne Truhe mit stark korrodierten Eisenbändern steht in der Sakristei. Sie dient als Aufbewahrungsort kirchlicher Geräte. Der Erbauer der Orgel ist Witzmann, Stadtilm. Der Altar einschließlich Kanzel stammt aus dem 18.Jahrhundert. Der Glockenturm beherbergt drei Glocken. Die älteste Glocke wurde 1517 mit der Inschrift "Hilf Sankt Anna“ gegossen.

Mit dem Zweck der Sanierung und Erhaltung der Kirche ist am 20. September 2004 ein neuer Verein gegründet worden.  

Die Sanierung begann im Jahr 2005 mit der Erneuerung des Tragwerkes des Turmes inklusive des Glockenstuhles, die Altdeutsche Schieferdeckung, die Bekrönung, die Überholung der über 100-jährigen mechanischen Uhr sowie die Aufbringung eines denkmalgerechten steinfühligen Putzes. Der Abriss der maroden 80 m langen Natursteinmauer inklusive der drei Tore und der Wiederaufbau erfolgte durch drei Ein-Euro-Jobber und dem Bauleiter des Kirchbauvereins. Der Fäulnisbefall der Dielung und sogar der tragenden Säulen der Emporen war Veranlassung eine Sanierung des Kirchenschiffbodens vorzunehmen. So erfolgte der Aushub des Bodens, Einbringung einer 50 cm dicken kapillar brechenden Kiesschicht, Erneuerung des Holzpodestes und Einarbeitung von Spaltklinker. Neu angepasste Kirchenbänke mit Sitzheizung vervollständigten die im Jahr 2005 realisierten Sanierungsmassnahmen. Im Jahr 2006 erfolgte die Sanierung der Kirchenschifffassade. In Abstimmung mit dem Kirchbauamt Gotha und dem Denkmalamt Erfurt konnte das gemeinnützige Projekt der Thüringer Bewährungs- und Straffälligenhilfe „Schwitzen statt Sitzen“ Erfurt und unserem Verein für diese Maßnahme gewonnen werden. Sie beinhaltete das Putzabschlagen, Aufbringen von Unter- und Oberputz, Neuanfertigung bzw. Vervollständigung von Lisenen, Rosetten und Schild mit Inschrift, Aufbringen von Farbe auf Putz, Fenster und Fensterfaschen, Dachkasten sowie Türen und Beschläge, Anbringen von Kupferfallrohren und Einbau eines Ornamentkirchenfensters

nach Sanierung

vor Sanierung

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